Stromsparen ist längst kein Thema mehr nur für Umweltbewusste oder Sparfüchse – angesichts steigender Energiepreise und Klimaziele ist es für jeden Haushalt relevant. Das Gute: Viele Einsparmaßnahmen lassen sich ganz ohne Komfortverlust umsetzen – und lohnen sich oft schneller als gedacht. Hier sind 10 einfache, aber effektive Tipps, die du sofort umsetzen kannst.
1. Alte Geräte ersetzen – neue Geräte richtig nutzen
Alte Kühlschränke, Gefriertruhen oder Waschmaschinen sind oft wahre Stromfresser. Ein Austausch gegen ein modernes A+++-Gerät rechnet sich schnell – besonders bei 24/7-Betrieb. Noch wichtiger: Nutze neue Geräte richtig – z. B. immer voll beladen, Eco-Programme bevorzugen, regelmäßige Reinigung der Dichtungen.
2. Standby kostet Geld – auch wenn du nichts merkst
Fernseher, Router, Hi-Fi-Anlagen & Co. ziehen auch im Standby dauerhaft Strom. Eine schaltbare Steckdosenleiste oder smarte Zwischenstecker trennen Geräte automatisch vom Netz, wenn sie nicht gebraucht werden.
3. LED statt Halogen oder Glühbirne
Ein Klassiker – aber immer noch aktuell: LED-Lampen verbrauchen bis zu 90 % weniger Strom als alte Leuchtmittel – und halten dabei deutlich länger. Moderne LEDs gibt’s in allen Lichtfarben und Designs.
4. Waschmaschine und Spülmaschine smart einsetzen
Eco-Programme brauchen zwar länger, verbrauchen aber weniger Strom und Wasser. Wer mit PV-Anlage lebt, kann die Geräte über Timer oder smarte Steckdosen auf Sonnenstromzeiten legen – das senkt die Stromkosten zusätzlich.
5. Kochen mit Deckel – und mit dem richtigen Gerät
Ein passender Topfdeckel spart beim Kochen bis zu 30 % Energie. Auch die Wahl des Geräts macht den Unterschied: Wasserkocher statt Herdplatte, Mikrowelle statt Backofen – wenn passend eingesetzt – spart bares Geld.
6. Kühlschrank richtig einstellen & aufstellen
7 °C im Kühlschrank reichen völlig – jedes Grad weniger erhöht den Verbrauch deutlich. Achte außerdem auf gute Belüftung der Rückseite und vermeide direkte Sonneneinstrahlung.
7. Smarte Heizkörperthermostate nutzen
Auch wenn es primär ums Heizen geht: Elektronische oder smarte Thermostate sparen auch Strom – durch weniger Dauerbetrieb von Umwälzpumpen oder Elektroheizkörpern.
8. Stromfresser aufspüren – mit einem Verbrauchsmessgerät
Ein einfaches Steckdosen-Messgerät zeigt dir in Echtzeit, wie viel Strom z. B. dein alter Trockner oder die Kaffeemaschine wirklich verbraucht. Viele Haushalte finden so versteckte Dauerverbraucher.
9. Eigenen Stromverbrauch regelmäßig kontrollieren
Ob über die Abrechnung, ein Smart Meter oder eine App – wer den eigenen Verbrauch kennt, spart automatisch. Viele HEMS-Systeme bieten detaillierte Verbrauchsauswertungen bis auf Geräteebene.
10. Dynamische Stromtarife nutzen
Wer einen variablen Tarif nutzt und flexibel Geräte einsetzt (z. B. nachts oder bei hohem Solarstromangebot), kann gezielt zu Niedrigpreiszeiten Strom verbrauchen. Ideal für Haushalte mit PV, Speicher oder Wärmepumpe.
Fazit: Strom sparen ohne Einschränkungen – aber mit Planung
Viele kleine Änderungen summieren sich – ein durchschnittlicher Haushalt kann mit wenig Aufwand mehrere hundert Euro im Jahr sparen. Wer zusätzlich auf Eigenstrom, smarte Steuerung und intelligente Geräte setzt, macht sich langfristig unabhängiger vom Strommarkt. Im nächsten Teil der Serie zeigen wir dir, wie ein HEMS-System dein Zuhause noch effizienter macht.
Weitere unabhängige Spartipps findest du bei der Verbraucherzentrale.
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